
Gazpacho
Eiskalte Tomatensuppe aus Andalusien – cremig durch eingeweichtes Weißbrot und langsam eingerührtes Olivenöl.
- Vorbereitung
- 20 Min.
- Koch-/Backzeit
- –
- Gesamt
- 4 Std. 20 Min.
- Schwierigkeit
- Einfach
- Kalorien
- 393 kcal
- Portionen
- 4
- Vorbereiten
- 20 Min.
- Ruhen & Ziehen
- 4 Std.
Davon 20 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.
Kein Herd, kein Topf – das Gemüse bleibt roh. Das Olivenöl läuft bei laufendem Mixer im dünnen Faden hinein, danach steht die Suppe vier Stunden kalt. An heißen Tagen ist das schon der halbe Grund, sie zu machen.
Warum das funktioniert
Kalt schmeckt anders. Bei 6 °C nimmt die Zunge Salz und Säure deutlich schwächer wahr als bei Zimmertemperatur. Eine Gazpacho, die warm rund gewürzt war, schmeckt aus dem Kühlschrank flach. Schmeck sie deshalb erst nach dem Kühlen endgültig ab, nie vorher.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1
Brot einweichen
Weich das Weißbrot in etwas Wasser ein, bis es durch und durch weich ist, und drück es leicht aus. Es bindet später Wasser und Öl zu einer cremigen Suppe.
- 2
Gemüse mixen
Gib Tomaten, Gurke, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, das ausgedrückte Brot, Salz und Sherryessig in den Mixer. Püriere alles 2 Minuten auf höchster Stufe. Die Suppe soll glatt werden und nicht körnig – lass dir die Zeit.
- 3
Öl einlaufen lassen
Lass bei laufendem Mixer das Olivenöl in einem dünnen Faden einlaufen. Die Suppe wird dabei sichtbar heller und cremiger. Kommt das Öl auf einmal dazu, trennt es sich wieder und schwimmt oben.
- 4
Suppe passieren
Streich die Suppe durch ein feines Sieb und drück sie mit dem Löffelrücken durch, bis nur Schalen und Kerne zurückbleiben. Das kostet 5 Minuten und macht sie seidig. Wer es rustikaler mag, lässt den Schritt weg.
- 5
Kalt stellen
Stell die Gazpacho mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank, über Nacht ist besser. Lauwarm schmeckt sie roh und flach. Schmeck sie kalt noch einmal mit Salz und Essig ab. Dann in Gläser füllen, Gurken- und Paprikawürfel und Olivenöl darüber.
Unsere besten Tipps
- Nimm die reifsten Tomaten, die du kriegst. Mehlige oder blasse Ware schmeckt roh nach nichts.
- Sherryessig prägt den Geschmack. Rotweinessig geht, schmeckt aber weniger nach Andalusien.
- Ein paar Eiswürfel mitmixen, wenn es schnell gehen muss. Die Suppe wird dünner, aber sofort kalt.
Leckere Varianten
Salmorejo
Nur Tomaten, doppelt so viel Brot und mehr Öl – die Suppe wird löffeldick und kommt mit Ei und Schinken auf den Teller.
Wassermelonen-Gazpacho
Ein Drittel der Tomaten durch Wassermelone ersetzen. Das macht die Suppe fruchtiger und süßer – dann etwas mehr Essig dazu.
Nährwerte
| Kalorien | 393 kcal |
|---|---|
| Eiweiß | 6 g |
| Kohlenhydrate | 25 g |
| – davon Zucker | 14 g |
| Fett | 29 g |
| Ballaststoffe | 6 g |
Woraus die 393 kcal kommen
je Portion
Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir
Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:
- Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
- Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
- Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
- Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.
Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.
Häufige Fragen
Muss ich das Brot verwenden?
Für die klassische, cremige Fassung ja. Ohne Brot bekommst du eine dünne Gemüsesuppe, die sich im Glas absetzt – das Brot hält Wasser und Öl zusammen. Glutenfrei funktioniert eine gekochte, abgekühlte Kartoffel genauso gut.
Wie lange hält sich Gazpacho?
Drei Tage im Kühlschrank, gut abgedeckt. Sie zieht dabei nach und schmeckt am zweiten Tag oft runder. Vor jedem Servieren umrühren, das Öl setzt sich mit der Zeit oben ab.
Kann ich Dosentomaten nehmen?
Besser nicht. Gazpacho lebt vom rohen Geschmack, und Dosentomaten sind gekocht – das schmeckt man sofort heraus. Außerhalb der Tomatensaison lohnt sich das Rezept ohnehin kaum.
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