
Winter-Spritz mit Blutorange
Aperitivo für die kalte Jahreszeit: Blutorange, Rosmarin und Aperol, tiefrot statt sommerlich orange.
- Vorbereitung
- 6 Min.
- Koch-/Backzeit
- –
- Gesamt
- 6 Min.
- Schwierigkeit
- Einfach
- Kalorien
- 201 kcal
- Portionen
- 1
Aperitivo für die kalte Jahreszeit: Blutorange, Rosmarin und Aperol, tiefrot statt sommerlich orange. Blutorangen haben von Dezember bis März Saison, genau dann, wenn niemand mehr an Spritz denkt – und genau darin liegt der Reiz. Der Rosmarin bringt eine harzige Wärme hinein, die den Drink winterlich macht, ohne dass er schwer wird.
Warum das funktioniert
Blutorangen verdanken ihre Farbe Anthocyanen, denselben Pflanzenfarbstoffen, die auch Rotkohl und Heidelbeeren färben – und sie bilden sie nur, wenn die Nächte kalt genug sind. Deshalb gibt es sie ausschließlich im Winter und deshalb schmecken sie herber und weniger süß als gewöhnliche Orangen, was hier der eigentliche Punkt ist: Aperol bringt bereits reichlich Zucker mit, eine normale Orange würde das verstärken, die Blutorange kontert es. Der Rosmarin arbeitet über einen anderen Weg. Seine Hauptaromastoffe sind Terpene, chemisch nahe verwandt mit denen der Zitrusschale, weshalb er sich nicht als Fremdkörper anfühlt, sondern die Orangennote nach hinten verlängert und ihr eine harzige Tiefe gibt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1
Rosmarin wecken
Schlag den Rosmarinzweig einmal kurz zwischen den Handflächen zusammen. Die Öldrüsen an den Nadeln platzen dabei auf und geben ihr Aroma frei, ohne dass die Nadeln zerreißen. Zerdrückter Rosmarin gibt dagegen Bitterstoffe ab und riecht nach Braten statt nach Aperitif – hier gilt dasselbe wie bei Minze.
- 2
Glas aufbauen
Füll ein großes Weinglas zu drei Vierteln mit großen Eiswürfeln und stell den Rosmarinzweig zwischen die Würfel an den Rand, sodass er aufrecht steht. So sitzt er über der Flüssigkeit und duftet bei jedem Schluck mit, statt nur im Drink zu liegen.
- 3
Saft, Prosecco, Aperol
Gieß zuerst den Blutorangensaft ein, dann am Glasrand entlang den eiskalten Prosecco und zuletzt langsam den Aperol. Der Aperol ist der schwerste Bestandteil und sinkt ab, wodurch sich der Drink von selbst durchmischt und dabei einen Farbverlauf von Tiefrot nach Orange bildet.
- 4
Garnieren und servieren
Setz die Blutorangenscheibe an den Glasrand oder lass sie hineingleiten und serviere sofort. Anders als beim Sommer-Spritz braucht dieser Drink keinen Schuss Soda: Der Blutorangensaft übernimmt bereits das Strecken und bringt zusätzlich Säure mit.
Unsere besten Tipps
- Blutorangen sind von Dezember bis März am besten. Außerhalb der Saison lieber auf eine normale Orange plus einen Spritzer Zitronensaft ausweichen, als zu gefärbtem Saft zu greifen.
- Der Saft muss frisch gepresst sein. Blutorangensaft aus der Packung ist meist pasteurisiert und verliert dabei die feinen Beerennoten, die den Reiz ausmachen.
- Für eine wärmere Variante das Glas nicht vorkühlen und etwas weniger Eis nehmen. Bei knapp unter Zimmertemperatur treten die Rosmarin- und Gewürznoten deutlicher hervor.
Leckere Varianten
Mit Campari
Aperol durch Campari ersetzen. Deutlich herber, und die Bitterkeit passt hervorragend zur Säure der Blutorange – die winterlichste Variante von allen.
Alkoholfrei
Alkoholfreier Aperitivo-Bitter und alkoholfreier Sekt, dazu einen zusätzlichen Spritzer Zitronensaft. Der Blutorangensaft trägt die Variante besser als jeder Sommer-Spritz.
Nährwerte
| Kalorien | 201 kcal |
|---|---|
| Eiweiß | 1 g |
| Kohlenhydrate | 25 g |
| – davon Zucker | 22 g |
| Fett | 0 g |
| Ballaststoffe | 2 g |
Woraus die 201 kcal kommen
je Portion
Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir
Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:
- Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
- Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
- Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
- Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.
Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.
Häufige Fragen
Wann haben Blutorangen Saison?
Von Dezember bis März, mit dem Höhepunkt im Januar und Februar. Die rote Färbung entsteht nur bei kalten Nächten, weshalb es sie außerhalb dieser Monate schlicht nicht in guter Qualität gibt.
Wie viele Kalorien hat ein Winter-Spritz?
Etwa 200 kcal pro Glas und damit rund 25 kcal mehr als ein klassischer Aperol Spritz. Der Grund ist der Blutorangensaft: Er steht anstelle des kalorienfreien Sodawassers.
Kann ich normalen Orangensaft nehmen?
Ja, dann wird der Drink allerdings deutlich süßer und verliert die herbe Beerennote. Ein Spritzer Zitronensaft gleicht das weitgehend aus.
Warum kein Sodawasser?
Der Blutorangensaft übernimmt hier die Aufgabe des Streckens und bringt zusätzlich Säure mit. Wer den Drink leichter mag, kann trotzdem 20 Milliliter Soda dazugeben.
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