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Glühwein – fertig angerichtet und serviert

Glühwein

Rotwein mit Zimt, Nelke und Orange, bei 75 Grad gezogen und niemals gekocht.

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Vorbereitung
10 Min.
Koch-/Backzeit
25 Min.
Gesamt
35 Min.
Schwierigkeit
Einfach
Kalorien
204 kcal
Portionen
6 Gläser
Vorbereiten
10 Min.
Kochen & Backen
25 Min.

Rotwein mit Zimt, Nelke und Orange, bei 75 Grad gezogen und niemals gekocht. Alkohol siedet bei 78 Grad, und über 80 Grad lösen sich aus Schalen und Gewürzen zunehmend Bitterstoffe – kocht der Wein, verliert er beides auf einmal. Die Gewürze brauchen Zeit statt Hitze.

Warum das funktioniert

Der Wein darf nicht kochen, und zwar aus zwei Gründen. Alkohol siedet bei 78 °C und verdampft, und über etwa 80 °C lösen sich aus Fruchtschalen und Gewürzen zunehmend Bitterstoffe – gekochter Glühwein ist deshalb gleichzeitig schwächer und bitterer. 70 bis 75 °C sind das Ziel: heiß genug zum Trinken, kühl genug, um Alkohol und Aroma zu behalten. Die Gewürze brauchen dafür Zeit statt Temperatur, ihre öllöslichen Aromastoffe gehen über zwanzig Minuten in den warmen Wein über. Und die Zitrusschale kommt ohne die weiße Innenhaut hinein, weil dort die Bitterstoffe sitzen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Niemals kochen. Der Alkohol verdampft ab 78 °C und die Gewürze werden bitter – 75 °C sind die Obergrenze.
  • Erst ziehen, dann süßen. So schmeckst du ab, was tatsächlich im Glas ist, statt vorab zu raten.
  • Kein Billigwein, aber auch kein guter. Ein einfacher, fruchtiger Trinkwein für sechs bis acht Euro ist genau richtig.

Leckere Varianten

Weißer Glühwein

Rotwein durch einen trockenen Weißwein ersetzen und die Nelken auf zwei reduzieren. Dazu passen Ingwerscheiben und Apfelsaft statt Orangensaft.

Alkoholfrei

Roten Traubensaft mit dem Saft einer Orange und einem Schuss Zitrone verwenden, dann nur 20 g Zucker. Gleiche Gewürze, gleiche Temperatur, halbe Ziehzeit.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Welcher Wein eignet sich?

Ein trockener, fruchtiger Rotwein ohne viel Holz und Tannin: Spätburgunder, Merlot oder ein einfacher Dornfelder. Tanninreiche Weine werden beim Erwärmen unangenehm herb.

Kann ich Glühwein vorbereiten?

Ja, setz ihn an, lass ihn ziehen und stell ihn kalt – bis zu drei Tage. Zum Servieren erneut auf 75 °C bringen. Achte darauf, dass er auch beim Aufwärmen nicht kocht.

Warum schmeckt mein Glühwein bitter?

Entweder war zu viel weiße Innenhaut an den Zitrusschalen, oder er hat zu lange gezogen beziehungsweise gekocht. Nelken werden besonders schnell dominant.

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