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Turrón – fertig angerichtet und serviert

Turrón

Spanische Weihnachtsnougat aus Mandeln und Honig – knallhart oder butterweich, dazwischen gibt es nichts.

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Vorbereitung
25 Min.
Koch-/Backzeit
35 Min.
Gesamt
25 Std.
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Kalorien
241 kcal
Portionen
16 Stücke
Vorbereiten
25 Min.
Kochen & Backen
35 Min.
Ruhen & Ziehen
24 Std.

Davon 1 Std. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Spanische Weihnachtsnougat aus Mandeln und Honig – knallhart oder butterweich, dazwischen gibt es nichts. Der harte Turrón de Alicante ist eine Mandelplatte in einer Eiweiß-Honig-Masse, der weiche Turrón de Jijona wird aus denselben Zutaten gemahlen. Dieses Rezept macht die harte Variante, die auf keinem spanischen Weihnachtstisch fehlt.

Warum das funktioniert

Turrón ist im Kern eine Zuckerarbeit, und die Endtemperatur des Sirups bestimmt allein, wie hart das Ergebnis wird. Bei 140 Grad bleibt so wenig Wasser im Sirup, dass er beim Abkühlen glasig erstarrt statt zäh zu bleiben – das ist der „Hartbruch“, und fünf Grad darunter ergibt bereits eine klebrige Masse, die nie fest wird. Das aufgeschlagene Eiweiß hat dabei eine rein bauliche Aufgabe: Seine Proteine bilden ein Netz aus feinen Luftbläschen, das den heißen Sirup hält, während er auskristallisiert, und ihn daran hindert, zu einer massiven Zuckerplatte zusammenzulaufen. Die gerösteten Mandeln sind der dritte Teil der Statik, denn sie unterbrechen die Zuckermatrix und machen sie brechbar statt splitternd.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 160 °Coder Umluft 140 °C

Unsere besten Tipps

  • Ein Zuckerthermometer ist bei diesem Rezept nicht optional. Der Unterschied zwischen weichem und hartem Turrón liegt in einer Spanne von zehn Grad, und die lässt sich mit bloßem Auge nicht treffen.
  • An einem schwülen Tag gelingt Turrón schlecht. Die Zuckermasse zieht Luftfeuchtigkeit an und bleibt dann klebrig – ein trockener Wintertag ist der richtige Zeitpunkt, und das ist kein Zufall bei einem Weihnachtsgebäck.
  • In Spanien liegt zwischen Turrón und Form eine Oblate. Sie verhindert das Ankleben und wird mitgegessen – ersatzweise tut es Backpapier, das man vor dem Servieren abzieht.

Leckere Varianten

Turrón de Jijona (weich)

Den fertigen, ausgehärteten Turrón grob brechen und in der Küchenmaschine mahlen, bis das Mandelöl austritt und eine streichfähige Paste entsteht. Erneut in die Form drücken und einen Tag ruhen lassen.

Mit Pistazien

Die Hälfte der Mandeln durch geschälte Pistazien ersetzen. Färbt die Platte grünlich und ist in Alicante durchaus üblich, wenn auch nicht die klassische Form.

Was bleibt übrig?

Dieses Rezept braucht nur das Eiweiß. Für die Eigelbe gibt es bessere Wege als den Mülleimer.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien hat ein Stück Turrón?

Etwa 240 kcal pro Stück bei sechzehn Stücken. Bei Mandeln und Honig als einzigen nennenswerten Zutaten ist das erwartbar – dafür sind die Portionen traditionell klein, ein Stück ist ein Riegel von zwei Zentimetern.

Warum wird mein Turrón nicht hart?

Der Sirup hatte nicht genug Temperatur. Unter 135 Grad bleibt zu viel Wasser darin, und die Masse erstarrt nicht glasig, sondern bleibt zäh. Ein zweiter möglicher Grund ist hohe Luftfeuchtigkeit, die der Zucker wieder aufnimmt.

Wie lange hält sich Turrón?

Luftdicht verpackt und kühl etwa einen Monat. Der Feind ist Luftfeuchtigkeit, nicht Verderb – in einer offenen Dose wird er innerhalb von Tagen klebrig, in Frischhaltefolie eingeschlagen bleibt er hart.

Kann ich ihn ohne Ei machen?

Nicht in dieser Form. Das Eiweißnetz hält den Sirup, während er auskristallisiert. Aquafaba funktioniert bei kalten Schäumen gut, bei 140 Grad heißem Sirup aber nicht zuverlässig.

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