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Mince Pies – fertig angerichtet und serviert

Mince Pies

Kleine britische Weihnachtstörtchen mit Trockenfruchtfüllung – trotz des Namens seit zweihundert Jahren ohne Fleisch.

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Vorbereitung
45 Min.
Koch-/Backzeit
20 Min.
Gesamt
2 Std. 5 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
306 kcal
Portionen
18 Stück
Vorbereiten
45 Min.
Kochen & Backen
20 Min.
Ruhen & Ziehen
1 Std.

Davon 1 Std. 5 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Kleine britische Weihnachtstörtchen mit Trockenfruchtfüllung – trotz des Namens seit zweihundert Jahren ohne Fleisch. Der Name erinnert an die mittelalterliche Urform, in der gehacktes Fleisch mit Früchten und Gewürzen haltbar gemacht wurde; geblieben sind die Früchte, die Gewürze und der Name. In Großbritannien gehören sie zu Weihnachten wie hierzulande die Plätzchen.

Warum das funktioniert

Mürbeteig wird mürbe, weil das Fett die Mehlpartikel umhüllt und verhindert, dass sie beim Kneten Wasser aufnehmen und Kleber bilden – je weniger Gluten entsteht, desto zarter bricht der Teig. Deshalb muss die Butter kalt sein und der Teig kurz bearbeitet werden: Warme Butter zieht in das Mehl ein statt es zu ummanteln, und langes Kneten baut genau das Netz auf, das man nicht will. Die Füllung braucht dagegen gar keine Garzeit, sie ist durch Zucker und Alkohol längst haltbar gemacht. Die zwanzig Minuten im Ofen gelten also allein dem Teig – und weil die Füllung nicht mitgaren muss, wird sie kalt eingefüllt und der Ofen darf heiß sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 200 °Coder Umluft 180 °C

Unsere besten Tipps

  • Die Füllung lässt sich Wochen im Voraus ansetzen und in Gläsern kühl lagern. Sie wird dabei besser, genau wie beim Christmas Pudding – viele britische Haushalte kochen sie im Oktober.
  • Nicht zu voll füllen. Die Masse dehnt sich in der Hitze aus, läuft über den Rand und klebt die Törtchen in der Form fest. Drei Viertel sind die Grenze.
  • Statt eines geschlossenen Deckels lässt sich auch ein Stern ausstechen und aufsetzen. Sieht weihnachtlicher aus und löst das Dampfproblem von selbst.

Leckere Varianten

Mit Streuseldeckel

Statt Teigdeckeln Streusel aus 80 g Mehl, 50 g Butter und 40 g Zucker daraufgeben. Etwas rustikaler und deutlich schneller als das Ausstechen der Deckel.

Alkoholfrei

Den Rum durch Apfelsaft ersetzen und einen zusätzlichen Teelöffel Zitronensaft zugeben. Die Füllung hält dann gekühlt etwa zwei Wochen statt mehrerer Monate.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Ist wirklich kein Fleisch drin?

Nein, seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr. Der Name stammt aus dem Mittelalter, als gehacktes Fleisch mit Zucker, Früchten und Gewürzen haltbar gemacht wurde. Geblieben ist vom Fleisch allenfalls das Rindernierenfett in traditionellen Rezepten – auch das ist heute meist durch Butter ersetzt.

Wie viele Kalorien hat ein Mince Pie?

Rund 305 kcal pro Stück. Gut die Hälfte kommt aus dem Mürbeteig, der zu einem Drittel aus Butter besteht – die Füllung selbst trägt vor allem Zucker aus den Trockenfrüchten bei.

Wie lange halten sich Mince Pies?

Gebacken in einer Dose etwa eine Woche, eingefroren drei Monate. Die ungebackene Füllung hält dagegen monatelang und ist der Teil, den man vorbereiten sollte.

Warum wird mein Mürbeteig hart statt mürbe?

Zu lange geknetet oder die Butter war zu warm. Beides führt dazu, dass sich Kleber bildet – genau das Gegenteil von mürbe. Der Teig darf ruhig noch leicht krümelig aussehen, wenn er in die Folie kommt.

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