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Panettone – fertig angerichtet und serviert

Panettone

Der Mailänder Weihnachtskuchen mit zweistufigem Teig – hoch, faserig und zwei Tage in Arbeit.

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Vorbereitung
1 Std. 30 Min.
Koch-/Backzeit
50 Min.
Gesamt
27 Std. 20 Min.
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Kalorien
323 kcal
Portionen
12 Stücke
Vorbereiten
1 Std. 30 Min.
Kochen & Backen
50 Min.
Ruhen & Ziehen
25 Std.

Davon 2 Std. 20 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Der erste Teig geht über Nacht, erst danach kommen Butter, Eigelb und Zucker in kleinen Portionen dazu. Zwei Tage dauert das, und am Ende steht ein Weihnachtsgebäck, das gekauft nie so faserig und buttrig schmeckt.

Warum das funktioniert

Fett und Zucker sind beide Gegenspieler des Klebergerüsts: Fett schiebt sich zwischen die Stränge, Zucker zieht der Hefe über Osmose Wasser ab. In einem Durchgang würde der Teig nie tragen. Deshalb entsteht das Gerüst über Nacht bei wenig Fett, und Butter, Eigelb und Zucker kommen danach in kleinen Portionen dazu.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 160 °Coder Umluft 140 °C

Unsere besten Tipps

  • Nimm Mehl mit mindestens 12 Prozent Eiweiß, besser 13. Type 405 hat zu wenig Kleber und trägt die Buttermenge nicht – der Panettone bleibt flach.
  • Setz die Rosinen morgens an, damit sie beim zweiten Teig durchgezogen sind. Danach gut ausdrücken – nasse Früchte machen die Krume streifig.
  • Der Panettone schmeckt am dritten Tag am besten. Frisch gebacken ist die Krume noch nicht reif, erst im geschlossenen Beutel wird sie seidig und faserig.

Leckere Varianten

Mit Schokolade

Ersetz Rosinen und Orangeat durch 250 g grob gehackte dunkle Schokolade. In Italien die verbreitetste moderne Variante und bei Kindern die einzig akzeptierte.

Pandoro-Richtung

Lass die Früchte ganz weg und verdopple die Vanille. Ergibt einen reineren, buttrigen Hefekuchen – nicht ganz ein Pandoro, aber nah dran.

Was bleibt übrig?

Dieses Rezept braucht nur die Eigelbe. Das Eiweiß hält sich drei Tage im Kühlschrank und lässt sich einfrieren – wegwerfen muss es niemand.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien hat ein Stück Panettone?

Rund 325 kcal pro Stück bei zwölf Stücken. Das ist deutlich mehr als bei gewöhnlichem Hefegebäck und liegt an der Menge Butter und Eigelb – gut ein Drittel der Energie kommt aus dem Fett.

Warum fällt mein Panettone zusammen?

Fast immer, weil er aufrecht abgekühlt ist. Die Krume ist heiß noch nicht stabil und sackt unter dem eigenen Gewicht zusammen. Kopfüber aufgehängt hält die Schwerkraft sie gestreckt, bis die Stärke auskristallisiert ist.

Geht das auch an einem Tag?

Nein, und das ist keine Bequemlichkeitsfrage. Der erste Teig braucht die zwölf Stunden, um ein Klebergerüst aufzubauen, das die zweite Fett- und Zuckerladung trägt. Abgekürzt bleibt der Panettone flach und dicht.

Wie lange hält sich Panettone?

In einem gut verschlossenen Beutel etwa zehn Tage, und er wird in den ersten drei Tagen sogar besser. Der hohe Fett- und Zuckeranteil wirkt konservierend – deshalb war er ursprünglich ein Gebäck, das man verschenkte.

Brauche ich wirklich eine Papierform?

Sie hilft sehr. Panettone-Papier ist fester als Backpapier und stützt den Teig beim Gehen seitlich, außerdem verträgt es die Spieße zum Aufhängen. Ersatzweise gehen zwei Lagen Backpapier in einer hohen runden Form.

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