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Möhrengrün-Pesto – fertig angerichtet und serviert

Möhrengrün-Pesto

Das Grün, das im Laden abgeschnitten wird, ist essbar – und ergibt ein kräftigeres Pesto als Basilikum.

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Vorbereitung
15 Min.
Koch-/Backzeit
3 Min.
Gesamt
18 Min.
Schwierigkeit
Einfach
Kalorien
267 kcal
Portionen
6 Portionen
Vorbereiten
15 Min.
Kochen & Backen
3 Min.

Das Grün, das im Laden abgeschnitten wird, ist essbar – und ergibt ein kräftigeres Pesto als Basilikum. Möhrengrün schmeckt nach Petersilie mit einem Hauch Karotte und ist im Bund kostenlos dabei. Kurzes Blanchieren nimmt ihm die derbe Bitterkeit, danach funktioniert es wie jedes andere Kraut.

Warum das funktioniert

Möhrengrün enthält deutlich mehr Bitterstoffe als Basilikum, vor allem Terpene und Polyphenole. Dreißig Sekunden in kochendem Wasser lösen einen Teil davon heraus und deaktivieren gleichzeitig die Enzyme, die für die weitere Bitterkeitsbildung und das Nachdunkeln verantwortlich sind – deshalb bleibt blanchiertes Grün leuchtend, während rohes innerhalb von Stunden olivbraun wird. Das anschließende eiskalte Abschrecken stoppt den Garvorgang, bevor die Blätter weich werden. Was danach folgt, ist die normale Pesto-Physik: kurzes, stoßweises Mixen, damit die Masse nicht über 50 Grad kommt, und das Öl von Hand untergehoben, weil die Klinge sonst seine Bitterstoffe freisetzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Nur die zarten Blätter, keine Stiele. Sie sind faserig und lassen sich auch im stärksten Mixer nicht auflösen.
  • Blanchieren ist bei Möhrengrün Pflicht, anders als bei Basilikum. Roh ist es deutlich bitterer und wird innerhalb von Stunden braun.
  • Nach dem Blanchieren wirklich trocken pressen. Restwasser verdünnt das Pesto und verkürzt seine Haltbarkeit von einer Woche auf zwei Tage.

Leckere Varianten

Mit Radieschen- oder Rote-Bete-Blättern

Beide funktionieren genauso und brauchen dasselbe Blanchieren. Radieschenblätter sind pfeffriger, Rote-Bete-Blätter erdiger und färben das Pesto leicht rötlich.

Als Gremolata statt Pesto

Ohne Öl und Nüsse, dafür mit Zitronenschale und mehr Knoblauch fein hacken. Passt über Ofengemüse und geschmorte Gerichte und hält drei Tage.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Ist Möhrengrün wirklich essbar?

Ja. Die Karotte gehört zu den Doldenblütlern wie Petersilie und Sellerie, und ihr Grün ist entsprechend verwandt. Es enthält etwas mehr Bitterstoffe, deshalb das Blanchieren. Wichtig ist nur, dass es frisch und nicht welk ist – gelbe Blätter gehören weg.

Warum ist mein Pesto trotzdem bitter?

Entweder waren Stiele dabei, oder es wurde zu lange gemixt und dabei zu warm. Über 50 Grad entstehen zusätzliche Bitterstoffe. Ein Teelöffel Honig oder etwas mehr Parmesan gleicht Restbitterkeit aus, ohne dass man ihn schmeckt.

Wie lange hält es sich?

Eine Woche im Glas mit einer daumenbreiten Ölschicht darüber, drei Monate eingefroren. In Eiswürfelformen eingefroren ist ein Würfel genau eine Portion Pasta – und Möhrengrün gibt es ohnehin nur, wenn man Möhren im Bund kauft.

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