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Pesto selber machen – aus allem, was da ist – fertig angerichtet und serviert

Pesto selber machen – aus allem, was da ist

Grünzeug, Fett, Nuss, Salziges – Pesto braucht kein Basilikum, es braucht nur vier Rollen besetzt.

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Vorbereitung
15 Min.
Koch-/Backzeit
Gesamt
15 Min.
Schwierigkeit
Einfach
Kalorien
320 kcal
Portionen
6 Portionen

Grünzeug, Fett, Nuss, Salziges – Pesto braucht kein Basilikum, es braucht nur vier Rollen besetzt. Möhrengrün, Radieschenblätter und der halbe Bund Petersilie vom Vortag ergeben ein besseres Pesto als lustlos gekaufte Kräuter im Plastiktopf. Wähl aus, was im Kühlschrank liegt – die Formel trägt jede Kombination.

Warum das funktioniert

Pesto wird bitter, wenn es zu warm wird – und das passiert schneller, als die meisten denken. Ein Hochleistungsmixer bringt die Masse in einer Minute auf über 50 °C, und dabei oxidieren die Chlorophyll-Abbauprodukte im Basilikum zu bitteren Verbindungen. Deshalb wird hier kurz und stoßweise gemixt, und deshalb kommen die Nüsse geröstet, aber ausgekühlt dazu. Der zweite Punkt ist das Öl: Es wird zum Schluss eingerührt, nicht mitgemixt. Unter der Klinge zerreißen die Ölzellen und geben Bitterstoffe frei, besonders bei kräftigem Olivenöl – von Hand untergehoben bleibt es rund. Und das Salz kommt gleich am Anfang zum Grünzeug, weil es ihm Wasser entzieht und die Masse dadurch von selbst dichter wird.

Bau dir dein Rezept

Wähle in jeder Zeile eine Variante. Zutaten, Schritte, Kochmodus und Einkaufsliste stellen sich sofort darauf ein.

Etwa 80 g Blätter, gewaschen und trocken geschleudert. Nasses Grün verdünnt das Pesto.

Deine Auswahl: Basilikum · Pinienkerne · Parmesan · Olivenöl

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Nichts Warmes in den Mixer. Frisch geröstete Nüsse heizen die Masse auf, und über 50 Grad wird Pesto bitter – zwei Minuten Wartezeit sparen die ganze Portion.
  • Öl von Hand unterheben. Mitgemixt wird gerade gutes Olivenöl bitter, weil die Klinge seine Ölzellen zerreißt.
  • Zum Einfrieren in eine Eiswürfelform füllen. Ein Würfel ist genau eine Portion Pasta, und Pesto taut in der heißen Nudelpfanne in Sekunden auf.

Leckere Varianten

Pesto Genovese, klassisch

Basilikum, Pinienkerne, Parmesan, Olivenöl nativ extra. Das Original – und der Maßstab, an dem sich alle anderen Kombinationen messen lassen müssen.

Resteküche-Pesto

Möhrengrün und Petersilie, Sonnenblumenkerne, Hefeflocken und Miso. Kostet praktisch nichts, ist vegan und nutzt genau das, was sonst im Biomüll landet.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.
  • Bei Baukasten-Rezepten gilt die Zahl für die Standardauswahl. Eine andere Kombination verschiebt sie, manchmal deutlich.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Für welche Kombination gelten die Nährwerte?

Für die Standardauswahl: Basilikum, Pinienkerne, Parmesan und Olivenöl, gerechnet auf sechs Portionen zu je etwa zwei Esslöffeln. Zwischen den Nusssorten verschieben sich die Werte kaum, die vegane Variante mit Hefeflocken liegt etwas niedriger.

Warum ist mein Pesto bitter geworden?

Meistens die Wärme im Mixer. Ein starker Mixer bringt die Masse in einer Minute Dauerlauf auf über 50 Grad, und dabei entstehen im Basilikum bittere Verbindungen, die nicht mehr verschwinden. Kurze Stöße, ausgekühlte Nüsse, Öl erst danach – dann bleibt es rund. Die zweite Quelle ist mitgemixtes Olivenöl.

Wie lange hält Pesto?

Im Glas mit einer daumenbreiten Ölschicht darüber eine Woche im Kühlschrank; die Ölschicht ist der Sauerstoffabschluss und kein Deko-Detail. Eingefroren hält es drei Monate. Pesto mit Joghurt oder Frischkäse gehört nicht dazu – das sind Saucen und halten drei Tage.

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