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Hühnerbrühe selber machen – fertig angerichtet und serviert

Hühnerbrühe selber machen

Ein ganzes Huhn, kaltes Wasser, drei Stunden bei 90 °C – und niemals sprudelnd kochen.

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Vorbereitung
20 Min.
Koch-/Backzeit
3 Std. 25 Min.
Gesamt
3 Std. 45 Min.
Schwierigkeit
Einfach
Kalorien
42 kcal
Portionen
8 Portionen
Vorbereiten
20 Min.
Kochen & Backen
3 Std. 25 Min.

Die Temperatur entscheidet, nicht die Zutaten: Bei sprudelndem Kochen wird die Brühe trüb, bei 90 °C bleibt sie goldklar. Drei Stunden davon sind reines Warten, und am Ende steht die Basis für Suppen, Risotto und Saucen im Kühlschrank.

Warum das funktioniert

Eiweiß aus Fleisch und Knochen gerinnt beim Erhitzen. Bei 85 bis 90 °C flockt es zu groben Fetzen aus, die oben schwimmen und sich abschöpfen lassen. Sprudelndes Wasser zerschlägt dieselben Flocken zu Schwebstoffen, und die bleiben drin. Halte den Topf deshalb so, dass alle paar Sekunden eine einzelne Blase aufsteigt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Über Nacht kalt stellen, dann sitzt das Fett als feste Scheibe obenauf und lässt sich in einem Stück abheben.
  • Das Fleisch nicht wegwerfen. Es fällt nach drei Stunden von den Knochen und reicht für zwei weitere Mahlzeiten.
  • Halte den Deckel schräg auf den Topf, wenn die Temperatur nicht hält. Ganz zu steigt sie über 90 °C.

Leckere Varianten

Asiatische Grundbrühe

Sellerie und Lorbeer weglassen, dafür ein daumengroßes Stück Ingwer, vier Frühlingszwiebeln und einen Sternanis mitziehen lassen. Die Basis für Ramen und Pho.

Aus Karkassen

Die Karkasse eines gebratenen Hähnchens plus zwei Schenkel ergeben zwei Liter kräftige Brühe. Karkassen lassen sich sammeln und einfrieren.

Was bleibt übrig?

Nach der Brühe bleibt das Fleisch übrig. Es ist gar und zerfällt von allein.

Nährwerte

Geschätzt statt gerechnet – warum

Hier landet ein Teil der Zutaten nicht auf dem Teller: Frittieröl bleibt größtenteils in der Pfanne, bei einer Brühe wandern die Feststoffe in den Abfall. Wie viel davon im Essen ankommt, lässt sich nicht ausrechnen – einen Liter Öl mitzuzählen ergäbe das Fünffache, ihn wegzulassen ein fettfrei gebackenes Gericht. Deshalb steht hier eine redaktionelle Schätzung statt einer Summe, die verlässlich aussähe und es nicht wäre.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Warum ist meine Brühe trüb geworden?

Sie hat gekocht statt gesimmert. Sprudelndes Wasser zerschlägt das geronnene Eiweiß zu feinsten Schwebstoffen, die sich nicht mehr abschöpfen lassen. Zweithäufigste Ursache ist ausgedrücktes Gemüse beim Abseihen. Geschmacklich ist beides kein Problem, nur optisch.

Wie friere ich Brühe sinnvoll ein?

Auf die Hälfte einkochen und in Eiswürfelformen füllen. So passt der doppelte Vorrat ins Fach und du entnimmst portionsweise. Zum Verwenden mit derselben Menge Wasser strecken – ein Würfel ergibt etwa 30 ml Brühe.

Suppenhuhn oder Brathähnchen?

Ein Suppenhuhn ist älter, hat mehr Bindegewebe und gibt die kräftigere Brühe – sie geliert im Kühlschrank. Ein junges Brathähnchen geht auch, braucht aber nur zwei Stunden und liefert weniger Körper.

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