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Hühnerbrühe selber machen – fertig angerichtet und serviert

Hühnerbrühe selber machen

Ein ganzes Huhn, kaltes Wasser, drei Stunden bei 90 Grad – und niemals sprudelnd kochen.

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Vorbereitung
20 Min.
Koch-/Backzeit
3 Std.
Gesamt
3 Std. 20 Min.
Schwierigkeit
Einfach
Kalorien
42 kcal
Portionen
8 Portionen
Vorbereiten
20 Min.
Kochen & Backen
3 Std.

Ein ganzes Huhn, kaltes Wasser, drei Stunden bei 90 Grad – und niemals sprudelnd kochen. Der Unterschied zwischen einer goldklaren Brühe und einer trüben liegt nicht in den Zutaten, sondern in der Temperatur. Was dabei herauskommt, ist die Grundlage für Suppen, Risotto, Saucen und den halben Rest dieser Seite.

Warum das funktioniert

Eine Brühe wird trüb, weil Eiweiß aus Fleisch und Knochen bei sprudelndem Kochen zerschlagen und als feine Schwebstoffe im Wasser verteilt wird. Bei 85 bis 90 Grad, wenn nur alle paar Sekunden eine Blase aufsteigt, gerinnt dasselbe Eiweiß zu größeren Flocken, die nach oben treiben und sich abschöpfen lassen. Das ist der ganze Trick. Der zweite Punkt ist der kalte Start: Im kalten Wasser lösen sich wasserlösliche Geschmacksstoffe langsam heraus, bevor das Eiweiß außen gerinnt und die Poren verschließt. Und das Salz bleibt weg, bis die Brühe fertig ist – drei Liter kochen auf zwei ein, und eine anfangs korrekt gesalzene Brühe ist am Ende ungenießbar.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Niemals sprudelnd kochen. Genau eine Blase alle paar Sekunden – jede Stufe mehr macht aus einer klaren Brühe eine trübe, und zurück geht das nicht.
  • Erst am Ende salzen. Drei Liter kochen auf zwei ein, und was am Anfang richtig gesalzen war, ist am Schluss versalzen.
  • Das Fleisch nicht wegwerfen. Es ist nach drei Stunden gar und zerfällt von selbst – genug für zwei weitere Mahlzeiten.

Leckere Varianten

Asiatische Grundbrühe

Sellerie und Lorbeer weglassen, stattdessen ein daumengroßes Stück Ingwer, vier Frühlingszwiebeln und einen Sternanis mitziehen lassen. Basis für Ramen und Pho.

Aus Resten statt aus dem ganzen Huhn

Die Karkasse eines gebratenen Hähnchens plus zwei Schenkel ergeben zwei Liter kräftige Brühe. Karkassen lassen sich sammeln und einfrieren, bis genug für einen Topf zusammenkommt.

Was bleibt übrig?

Nach der Brühe bleibt das Fleisch übrig. Es ist gar und zerfällt von allein.

Nährwerte

Geschätzt statt gerechnet – warum

Hier landet ein Teil der Zutaten nicht auf dem Teller: Frittieröl bleibt größtenteils in der Pfanne, bei einer Brühe wandern die Feststoffe in den Abfall. Wie viel davon im Essen ankommt, lässt sich nicht ausrechnen – einen Liter Öl mitzuzählen ergäbe das Fünffache, ihn wegzulassen ein fettfrei gebackenes Gericht. Deshalb steht hier eine redaktionelle Schätzung statt einer Summe, die verlässlich aussähe und es nicht wäre.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Warum ist meine Brühe trüb geworden?

Sie hat gekocht statt gesimmert. Sprudelndes Wasser zerschlägt das geronnene Eiweiß in feinste Schwebstoffe, die sich nicht mehr abschöpfen lassen. Zweithäufigste Ursache: ausgedrücktes Gemüse beim Abseihen. Geschmacklich ist beides kein Problem, nur optisch.

Wie friere ich Brühe sinnvoll ein?

Auf die Hälfte einkochen und in Eiswürfelformen füllen – so passt der doppelte Vorrat ins Fach und du kannst portionsweise entnehmen. Zum Verwenden mit derselben Menge Wasser strecken. Ein Würfel entspricht etwa 30 ml fertiger Brühe.

Suppenhuhn oder Brathähnchen?

Ein Suppenhuhn ist ein älteres Tier mit mehr Bindegewebe und ergibt die kräftigere, gelatinereichere Brühe – erkennbar daran, dass sie im Kühlschrank geliert. Ein junges Brathähnchen geht auch, braucht aber nur zwei Stunden und liefert weniger Körper.

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