Zum Inhalt springen
Foxaru
Ribollita – fertig angerichtet und serviert

Ribollita

Toskanischer Brot- und Bohneneintopf – „wieder aufgekocht“, und genau darin liegt sein Sinn.

Noch keine Bewertungen
Vorbereitung
30 Min.
Koch-/Backzeit
1 Std. 30 Min.
Gesamt
14 Std.
Schwierigkeit
Einfach
Kalorien
434 kcal
Portionen
6
Vorbereiten
30 Min.
Kochen & Backen
1 Std. 30 Min.
Ruhen & Ziehen
12 Std.

Davon 2 Std. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Toskanischer Brot- und Bohneneintopf – „wieder aufgekocht“, und genau darin liegt sein Sinn. Die Ribollita ist per Definition ein Gericht vom Vortag: Erst beim zweiten Aufkochen zerfällt das Brot vollständig und bindet die Suppe zu der dicken Masse, die den Namen trägt. Frisch gekocht ist sie eine gute Gemüsesuppe, aber keine Ribollita.

Warum das funktioniert

Ribollita heißt „wieder aufgekocht“, und das ist keine Anekdote, sondern die Zubereitungsanweisung. Beim ersten Kochen nimmt das altbackene Brot Flüssigkeit auf und quillt, bleibt aber als Stück erkennbar. Erst über Nacht dringt die Flüssigkeit vollständig in die Stärkestruktur ein, und beim zweiten Erhitzen zerfällt das Brot und gibt seine Stärke frei – dadurch bindet die Suppe zu der dicken, fast löffelfesten Masse, die das Gericht ausmacht. Frisch gekocht fehlt dieser Schritt einfach. Altbackenes Brot ist dabei nicht Sparsamkeit, sondern Voraussetzung: Frisches Brot mit hohem Wassergehalt löst sich zu Kleister auf, ohne Struktur zu bilden. Der Grünkohl braucht seinerseits Frost oder lange Garzeit, damit seine zähen Zellwände aufbrechen – deshalb ist die Ribollita ein Wintergericht und kein Sommergericht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Altbackenes Brot ist Voraussetzung, nicht Sparsamkeit. Frisches Brot löst sich zu Kleister auf, ohne der Suppe Struktur zu geben.
  • Das Olivenöl zum Servieren nicht weglassen. Kalt über den heißen Teller gegeben entfaltet es Aromen, die beim Mitkochen verloren gehen – in der Toskana ist es Teil des Gerichts.
  • Cavolo nero ist der richtige Kohl. Normaler Grünkohl funktioniert, ist aber gröber; wer ihn nimmt, gibt zehn Minuten Garzeit dazu.

Leckere Varianten

Ohne Übernachtung

Dann heißt es Zuppa di verdure con pane und ist eine sehr gute Gemüsesuppe – nur eben keine Ribollita, weil das Brot noch als Stück erkennbar bleibt.

Mit Speck

150 g Pancetta zu Beginn auslassen und das Soffritto darin anschwitzen. Nicht die klassische Bauernversion, in Restaurants aber verbreitet.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Warum muss die Ribollita über Nacht stehen?

Weil der Name das Verfahren beschreibt: „wieder aufgekocht“. Erst über Nacht dringt die Flüssigkeit vollständig ins Brot ein, und beim zweiten Erhitzen zerfällt es und bindet die Suppe. Frisch gekocht ist es eine Gemüsesuppe mit Brot darin.

Wie viele Kalorien hat Ribollita?

Rund 435 kcal pro Portion bei sechs Portionen. Das Olivenöl trägt mit etwa 120 kcal je Portion erheblich bei – es ist in der Toskana allerdings kein Zusatz, sondern Bestandteil des Gerichts.

Welches Brot ist das richtige?

Altbackenes Sauerteig- oder Weißbrot mit fester Krume, mindestens zwei Tage alt. In der Toskana nimmt man ungesalzenes Pane toscano – deshalb ist die Suppe dort kräftiger gesalzen als hier nötig.

Kann ich Bohnen aus der Dose nehmen?

Ja, dann rund 800 g abgetropft. Der Geschmack wird flacher, weil das Bohnenkochwasser fehlt, das der Suppe Tiefe gibt. Ein Drittel trotzdem pürieren – die Bindung braucht es.

Kommentare & Bewertungen(0)

Melde dich an, um dieses Rezept zu bewerten und zu kommentieren.

    Das könnte dir auch schmecken