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Mayonnaise selber machen – fertig angerichtet und serviert

Mayonnaise selber machen

Ein Eigelb bindet einen Viertelliter Öl – wenn es tröpfchenweise kommt und alles gleich warm ist.

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Vorbereitung
10 Min.
Koch-/Backzeit
Gesamt
10 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
263 kcal
Portionen
8 Portionen

Ein Eigelb bindet einen Viertelliter Öl – wenn es tröpfchenweise kommt und alles gleich warm ist. Selbst gemachte Mayonnaise ist in fünf Minuten fertig, schmeckt nach dem Öl, das du wählst, und ist der Ausgangspunkt für Remoulade, Aioli und jedes Sandwich, das etwas taugt.

Warum das funktioniert

Mayonnaise ist eine Emulsion aus rund 80 Prozent Öl in 20 Prozent Wasser – das Öl ist also der Hauptbestandteil und trotzdem die verteilte Phase. Möglich macht das Lecithin im Eigelb: Es legt sich mit einem wasserliebenden und einem fettliebenden Ende um jedes einzelne Öltröpfchen. Damit das gelingt, muss das Öl langsam genug kommen, dass jedes Tröpfchen seine Hülle bekommt, bevor das nächste da ist – zu schnell und die Tröpfchen fließen zusammen, die Mayonnaise gerinnt. Die zweite Bedingung ist die Temperatur: Kaltes Eigelb aus dem Kühlschrank und zimmerwarmes Öl haben unterschiedliche Viskosität, und der Schneebesen schafft es nicht, sie zu vereinen. Deshalb müssen beide zimmerwarm sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Ein hohes, schmales Gefäß statt einer Schüssel. Der Schneebesen oder Stabmixer erreicht darin das ganze Volumen, und die Emulsion kommt schneller in Gang.
  • Geronnen? Ein frisches Eigelb in eine saubere Schüssel und die geronnene Masse tropfenweise darunterschlagen. Das rettet praktisch jede Mayonnaise.
  • Kein natives Olivenöl. Unter der Klinge oder dem Schneebesen werden seine Bitterstoffe frei, und die Mayonnaise schmeckt scharf-bitter. Neutrales Öl, davon höchstens ein Viertel Olivenöl.

Leckere Varianten

Aioli

Zwei fein geriebene Knoblauchzehen ins Eigelb und Olivenöl für ein Viertel der Ölmenge. Eine Stunde durchziehen lassen – Knoblauch braucht Zeit, um sich zu verteilen, sonst schmeckt nur jeder dritte Bissen danach.

Remoulade

In die fertige Mayonnaise je zwei Esslöffel fein gehackte Gewürzgurken, Kapern und Kräuter sowie ein gehacktes hartes Ei rühren. Der Klassiker zu Backfisch und Frikadellen.

Was bleibt übrig?

Dieses Rezept braucht nur die Eigelbe. Das Eiweiß hält sich drei Tage im Kühlschrank und lässt sich einfrieren – wegwerfen muss es niemand.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Meine Mayonnaise ist geronnen – ist sie verloren?

Nein. Nimm ein frisches Eigelb in eine saubere Schüssel und schlag die geronnene Masse tropfenweise darunter, als wäre sie das Öl. Sie bindet fast immer wieder. Wenn du kein zweites Ei opfern willst, geht auch ein Teelöffel heißes Wasser als Startpunkt.

Wie lange hält selbst gemachte Mayonnaise?

Drei Tage im Kühlschrank, in einem sauberen, geschlossenen Glas. Sie enthält rohes Ei und wird nicht erhitzt – für Schwangere, Kleinkinder und Immungeschwächte ist sie deshalb nicht geeignet. Mit pasteurisiertem Eigelb entfällt dieses Bedenken.

Geht das auch mit dem Stabmixer?

Ja, und zwar schneller. Alle Zutaten samt Öl in den mitgelieferten Becher geben, den Stabmixer bis auf den Boden stellen, einschalten und erst dann langsam nach oben ziehen. In zwanzig Sekunden ist die Mayonnaise fertig – die Emulsion entsteht dabei von unten nach oben.

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