
Limoncello Spritz
Die süditalienische Antwort auf den Aperol Spritz: Zitronenlikör, Prosecco und ein Blatt Basilikum.
- Vorbereitung
- 5 Min.
- Koch-/Backzeit
- –
- Gesamt
- 5 Min.
- Schwierigkeit
- Einfach
- Kalorien
- 208 kcal
- Portionen
- 1
Die süditalienische Antwort auf den Aperol Spritz: Zitronenlikör, Prosecco und ein Blatt Basilikum. Statt der Bitterstoffe trägt hier die Säure den Drink, was ihn an heißen Tagen deutlich zugänglicher macht als sein oranges Vorbild. An der Amalfiküste ist er kein Trend, sondern seit jeher der Standard.
Warum das funktioniert
Limoncello ist mit rund 30 Prozent Alkohol und knapp 37 Gramm Zucker je 100 Milliliter beides zugleich: hochprozentig und sehr süß. Pur ist das schwer trinkbar, im Spritz löst sich der Widerspruch, weil Prosecco und Soda die Zuckerkonzentration halbieren und die Kohlensäure die Süße auf der Zunge zusätzlich maskiert – ein Effekt, den man von Limonade kennt, die entgast plötzlich viel zu süß schmeckt. Das Basilikumblatt ist deshalb kein Dekor: Sein Hauptaromastoff Linalool ist mit den Terpenen der Zitronenschale eng verwandt und verlängert den Zitrusanteil im Nachhall.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1
Limoncello eiskalt halten
Limoncello gehört ins Gefrierfach, nicht in den Kühlschrank. Bei 30 Prozent Alkohol friert er nicht ein, wird aber dickflüssig und deutlich weniger süß im Antrunk – Kälte dämpft die Süßwahrnehmung spürbar. Eine Flasche bei Zimmertemperatur macht aus dem Drink einen Sirup.
- 2
Basilikum anklatschen
Leg die Basilikumblätter flach auf eine Handfläche und schlag einmal kurz mit der anderen darauf. Der Druck lässt die Öldrüsen an der Blattoberfläche aufplatzen, ohne die Zellen darunter zu zerreißen. Zerdrücktes oder gestampftes Basilikum setzt Chlorophyll und Gerbstoffe frei und schmeckt grasig statt aromatisch.
- 3
Aufbauen
Füll ein großes Weinglas dreiviertelvoll mit Eis, gib die Zitronenscheiben und das Basilikum zwischen die Würfel und gieß den Prosecco am Glasrand entlang ein. Dann den kalten Limoncello langsam hinterher – er ist schwerer und sinkt von selbst nach unten, ganz ohne Rühren.
- 4
Soda und servieren
Ein kurzer Schuss Sodawasser obenauf bringt die Süße in Balance. Sofort servieren, solange der Drink eiskalt ist und die Perlage steht. Der Limoncello Spritz verzeiht Wartezeit noch schlechter als der Aperol Spritz, weil die Süße mit jedem Grad mehr hervortritt.
Unsere besten Tipps
- Selbst gemachter Limoncello ist meist deutlich intensiver als gekaufter. Dann mit 30 statt 40 Millilitern anfangen und nachjustieren.
- Unbehandelte Zitronen nehmen. Die Scheiben liegen im Getränk, und Schalenwachs schmeckt man heraus.
- Zu süß geraten? Ein Spritzer frischer Zitronensaft rettet das Glas zuverlässiger als mehr Soda, weil er die Süße kontert statt sie nur zu verdünnen.
Leckere Varianten
Mit Minze statt Basilikum
Sechs Minzblätter statt Basilikum ergeben eine deutlich frischere, fast mojitohafte Richtung.
Alkoholfrei
Limoncello durch 30 ml Zitronensirup und einen Spritzer Zitronensaft ersetzen, dazu alkoholfreien Sekt. Kommt dem Original erstaunlich nahe, weil hier ohnehin die Säure trägt.
Nährwerte
| Kalorien | 208 kcal |
|---|---|
| Eiweiß | 0 g |
| Kohlenhydrate | 19 g |
| – davon Zucker | 18 g |
| Fett | 0 g |
| Ballaststoffe | 1 g |
Woraus die 208 kcal kommen
je Portion
Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir
Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:
- Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
- Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
- Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
- Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.
Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.
Häufige Fragen
Wie viele Kalorien hat ein Limoncello Spritz?
Rund 210 kcal pro Glas und damit etwas mehr als ein Aperol Spritz. Der Grund ist der Limoncello: Er hat mit etwa 37 Gramm Zucker je 100 Milliliter deutlich mehr Zucker und dazu fast dreimal so viel Alkohol wie Aperol.
Welcher Limoncello eignet sich?
Einer aus Amalfi- oder Sorrent-Zitronen, erkennbar an der eher blassgelben statt neongelben Farbe. Kräftig gefärbte Billigware trägt oft Aroma statt echter Schale und schmeckt im Spritz schnell nach Bonbon.
Kann ich ihn für mehrere Gäste ansetzen?
Ja. Limoncello und Zitronenscheiben in einer Karaffe vorbereiten und kalt stellen, Prosecco und Soda erst beim Einschenken dazugeben. So verwässert nicht die ganze Menge auf einmal.
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