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Tarte Tatin – fertig angerichtet und serviert

Tarte Tatin

Gestürzte Apfeltarte mit Karamell – der berühmteste Küchenunfall Frankreichs, absichtlich wiederholt.

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Vorbereitung
30 Min.
Koch-/Backzeit
45 Min.
Gesamt
1 Std. 30 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
357 kcal
Portionen
8 Stücke
Vorbereiten
30 Min.
Kochen & Backen
45 Min.
Ruhen & Ziehen
15 Min.

Davon 1 Std. 15 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Gestürzte Apfeltarte mit Karamell – der berühmteste Küchenunfall Frankreichs, absichtlich wiederholt. Die Äpfel garen unten im Karamell, der Teig liegt obenauf, und erst nach dem Backen wird das Ganze gestürzt. Der Trick liegt in der Apfelsorte: Eine Frucht, die zerfällt, macht aus der Tarte Mus.

Warum das funktioniert

Die Apfelsorte entscheidet über Gelingen oder Mus, und zwar wegen ihres Pektingehalts und ihrer Zellstruktur. Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn haben festes Fruchtfleisch und behalten beim Garen ihre Form; weiche Sorten wie Golden Delicious zerfallen im Karamell zu Kompott. Der zweite Punkt ist das Karamell selbst: Zucker karamellisiert ab etwa 160 Grad, und die Butter darin verhindert nicht nur das Anbrennen, sondern bildet mit dem austretenden Apfelsaft eine Emulsion, die beim Abkühlen wieder fest wird – das ist die glänzende Schicht auf der gestürzten Tarte. Deshalb ist die kurze Ruhezeit nach dem Backen wichtig: Sofort gestürzt ist das Karamell noch dünnflüssig und läuft vom Kuchen herunter, nach fünfzehn Minuten hat es die richtige Zähigkeit. Länger als zwanzig Minuten darf es aber nicht sein, sonst klebt die Tarte in der Pfanne fest.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 190 °Coder Umluft 170 °C

Unsere besten Tipps

  • Feste Apfelsorten nehmen. Boskoop, Elstar, Braeburn oder Cox behalten die Form; Golden Delicious und Gala zerfallen im Karamell zu Mus.
  • Beim Karamellisieren schwenken statt rühren. Ein Löffel im schmelzenden Zucker bringt Kristalle ins Spiel, an denen der ganze Ansatz auskristallisiert.
  • Das Stürzen entschlossen machen, nicht vorsichtig. Zögerliches Kippen führt dazu, dass die Äpfel verrutschen – Teller drauf, festhalten, umdrehen.

Leckere Varianten

Mit Birnen

Feste Birnen wie Conference statt Äpfel, dazu eine Prise Kardamom ins Karamell. Birnen brauchen etwa fünf Minuten weniger auf dem Herd.

Herzhafte Tatin

Schalotten oder Tomaten statt Obst, mit Balsamico statt Zitronensaft und Thymian. Als Vorspeise in französischen Bistros durchaus verbreitet.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Welche Äpfel eignen sich für Tarte Tatin?

Feste, säuerliche Sorten: Boskoop, Elstar, Braeburn oder Cox Orange. Sie behalten im Karamell ihre Form. Weiche Sorten wie Golden Delicious zerfallen und ergeben statt einer Tarte ein Apfelmus unter Blätterteig.

Wie viele Kalorien hat ein Stück Tarte Tatin?

Rund 355 kcal pro Stück bei acht Stücken. Karamell und Blätterteig machen zusammen den größten Teil aus – die Äpfel selbst tragen nur etwa 70 kcal je Stück bei.

Wann muss ich stürzen?

Nach etwa fünfzehn Minuten. Vorher ist das Karamell zu flüssig und läuft herunter, nach dreißig Minuten ist es so fest, dass die Tarte in der Pfanne klebt. Das Zeitfenster ist der kritischste Teil des Rezepts.

Mürbeteig oder Blätterteig?

Beides ist in Frankreich üblich. Blätterteig ist die verbreitetere und einfachere Wahl, Mürbeteig ergibt eine dichtere, keksartige Unterlage. Die Schwestern Tatin sollen Blätterteig verwendet haben.

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