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Rheinischer Sauerbraten – fertig angerichtet und serviert

Rheinischer Sauerbraten

Rinderbraten, vier Tage in Essig eingelegt – und die Sauce wird mit Rosinen und Printen gebunden.

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Vorbereitung
40 Min.
Koch-/Backzeit
2 Std. 30 Min.
Gesamt
99 Std. 10 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
866 kcal
Portionen
6
Vorbereiten
40 Min.
Kochen & Backen
2 Std. 30 Min.
Ruhen & Ziehen
96 Std.

Davon 3 Std. 10 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Rinderbraten, vier Tage in Essig eingelegt – und die Sauce wird mit Rosinen und Printen gebunden. Die rheinische Fassung unterscheidet sich von allen anderen durch ihre Süße: Rosinen, Zuckerrübenkraut und zerbröselte Aachener Printen ergeben eine süßsaure Sauce, die es sonst nirgends gibt. Vier Tage Beize sind das Minimum.

Warum das funktioniert

Die Beize wirkt auf zwei Wegen, und beide brauchen Zeit. Die Säure denaturiert Proteine an der Fleischoberfläche und lockert das Bindegewebe – aber nur wenige Millimeter tief, weshalb vier Tage nötig sind, damit der Effekt überhaupt spürbar wird. Wichtiger ist der zweite Weg: Der niedrige pH-Wert erhöht die Wasserbindungsfähigkeit des Fleischs, sodass es beim Schmoren weniger Saft verliert. Genau daher kommt die für Sauerbraten typische Saftigkeit trotz langer Garzeit. Die Süße in der rheinischen Fassung ist kein Geschmacksdetail, sondern chemischer Ausgleich: Rosinen, Zuckerrübenkraut und Printen bringen so viel Zucker mit, dass die scharfe Essigsäure abgepuffert wird. Die Printen binden zusätzlich – ihre Stärke und die enthaltenen Gewürze machen die Sauce dick, ohne dass Mehl nötig wäre.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Vier Tage sind das Minimum, fünf sind besser. Die Säure wirkt nur wenige Millimeter tief – die Zeit ist das Einzige, was sie tiefer bringt.
  • Das Fleisch muss vollständig von Beize bedeckt sein. Herausragende Stellen verfärben sich und beizen nicht mit.
  • Aachener Printen sind kein Ersatzprodukt, sondern die klassische Bindung. Lebkuchen funktioniert ebenfalls; Soßenbinder nimmt der Sauce ihren Charakter.

Leckere Varianten

Fränkischer Sauerbraten

Ohne Rosinen und Printen, dafür mit saurer Sahne gebunden. Deutlich herber und die verbreitetste Fassung außerhalb des Rheinlands.

Mit Pferdefleisch

Die ursprüngliche rheinische Fassung wurde mit Pferdefleisch gemacht und wird in Köln bis heute so angeboten. Es ist magerer und braucht etwa dreißig Minuten weniger.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Wie lange muss Sauerbraten beizen?

Vier bis fünf Tage. Die Säure wirkt nur wenige Millimeter tief in das Fleisch – kürzere Beizzeiten ergeben ein Schmorgericht mit saurer Sauce, aber keinen Sauerbraten.

Wie viele Kalorien hat rheinischer Sauerbraten?

Rund 865 kcal pro Portion bei sechs Portionen, ohne Beilage. Der Braten ist mit 250 g rohem Fleisch je Portion großzügig kalkuliert; Rosinen, Zuckerrübenkraut und Printen bringen zusammen etwa 130 kcal je Portion in Form von Zucker mit.

Was unterscheidet den rheinischen vom fränkischen?

Die Süße. Der rheinische wird mit Rosinen, Zuckerrübenkraut und Printen gebunden und ist deutlich süßsauer; der fränkische kommt ohne Süße aus und wird mit saurer Sahne gebunden.

Kann ich die Beize wiederverwenden?

Nein. Sie hatte tagelang Kontakt zu rohem Fleisch und gehört nach dem Abseihen und Aufkochen in die Sauce – oder weggeschüttet. Ein zweites Stück Fleisch darin zu beizen ist nicht sicher.

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