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Pissaladière – fertig angerichtet und serviert

Pissaladière

Zwiebelfladen aus Nizza mit Sardellen und Oliven – zwei Stunden Zwiebeln schmoren, und keine Minute weniger.

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Vorbereitung
35 Min.
Koch-/Backzeit
2 Std. 35 Min.
Gesamt
4 Std. 10 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
384 kcal
Portionen
8 Stücke
Vorbereiten
35 Min.
Kochen & Backen
2 Std. 35 Min.
Ruhen & Ziehen
1 Std.

Davon 3 Std. 10 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Sardellen und Oliven kommen erst zum Schluss darauf. Die Arbeit steckt in den Zwiebeln: zwei Stunden bei kleinster Hitze, bis sie süß und golden sind. Der Rest ist ein schlichter Hefeteig, gebacken ist der Fladen in 25 Minuten.

Warum das funktioniert

Zwiebeln bestehen fast nur aus Wasser und langkettigen Zuckern, die kaum süß schmecken. Beim langen, sanften Schmoren verdampft das Wasser, und die Hitze zerlegt die Ketten in einfache Zucker. Aus 2 kg scharfen Zwiebeln wird so ein knappes Pfund Marmelade, ohne ein Gramm Zucker. Zu große Hitze verbrennt sie vorher – also kleinster Flammring und Deckel drauf.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 200 °Coder Umluft 180 °C

Unsere besten Tipps

  • Zwei Kilo Zwiebeln sind richtig. Sie fallen auf etwa ein Viertel zusammen – die halbe Menge ergibt eine dünne Schicht statt eines Belags.
  • Die Zwiebeln lassen sich zwei Tage vorher schmoren. Kalt gestellt schmecken sie sogar runder, und am Backtag bleibt nur der Teig.
  • Sardellen aus dem Ölglas kurz abtupfen. Sonst tropft das Öl auf den Teig und macht ihn an diesen Stellen weich.

Leckere Varianten

Ohne Sardellen

Statt Sardellen zwei Esslöffel Kapern und mehr Oliven. Dann fehlt der salzige Gegenpol, also die Zwiebelmasse kräftiger salzen.

Auf Blätterteig

Statt Hefeteig eine Rolle Blätterteig. Deutlich schneller und in südfranzösischen Bäckereien durchaus üblich, wenn auch nicht klassisch.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Ist Pissaladière eine Pizza?

Nein. Es gibt weder Tomaten noch Käse, und der Belag besteht fast nur aus lange geschmorten Zwiebeln. Gemeinsam ist beiden nur der Hefeteig als Unterlage.

Wie viele Kalorien hat ein Stück?

Rund 385 kcal pro Stück bei acht Stücken. Der Großteil kommt aus Teig und Olivenöl – die Zwiebeln tragen trotz ihrer Menge nur etwa 70 kcal je Stück bei.

Warum schmecken meine Zwiebeln bitter?

Die Hitze war zu hoch. Dann bräunen sie außen und verbrennen, bevor die langen Zuckerketten im Inneren zu einfachem Zucker abgebaut sind. Kleinste Hitze und zwei Stunden Geduld sind der ganze Trick.

Woher kommt der Name?

Von „Pissalat“, einer Paste aus fermentierten Sardellen, die ursprünglich auf den Fladen gestrichen wurde. Heute legt man ganze Filets auf.

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