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Ossobuco alla Milanese – fertig angerichtet und serviert

Ossobuco alla Milanese

Geschmorte Kalbsbeinscheiben mit Mark im Knochen – und der Gremolata, die am Ende alles aufhellt.

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Vorbereitung
30 Min.
Koch-/Backzeit
2 Std.
Gesamt
2 Std. 30 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
654 kcal
Portionen
4
Vorbereiten
30 Min.
Kochen & Backen
2 Std.

Geschmorte Kalbsbeinscheiben mit Mark im Knochen – und der Gremolata, die am Ende alles aufhellt. „Ossobuco“ heißt „Knochen mit Loch“, und das Mark darin ist der eigentliche Grund für das Gericht. Nach zwei Stunden Schmoren wirkt es schwer – bis die Gremolata aus Zitronenschale, Knoblauch und Petersilie darüberkommt.

Warum das funktioniert

Die Beinscheibe ist ein stark beanspruchter Muskel und entsprechend reich an Kollagen – dem Bindegewebe, das rohes Fleisch zäh macht. Ab etwa 70 Grad und über mehrere Stunden wandelt sich dieses Kollagen in Gelatine um, und genau darauf beruht das Gericht: Das Fleisch wird nicht nur weich, sondern die gelöste Gelatine bindet gleichzeitig die Sauce, ohne dass Mehl nötig wäre. Deshalb muss die Temperatur niedrig und die Zeit lang sein; bei sprudelndem Kochen ziehen sich die Muskelfasern zusammen und pressen Saft heraus, bevor das Kollagen umgewandelt ist. Die Gremolata am Schluss ist kein Dekor, sondern eine bewusste Gegenrechnung: Das Schmorgericht ist fett- und gelatinereich, und die ätherischen Öle der rohen Zitronenschale schneiden durch dieses Fett hindurch – deshalb kommt sie roh und erst nach dem Herd dazu.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Die Scheiben umbinden. Nach zwei Stunden lösen sich Fleisch und Knochen voneinander – das Garn hält beides zusammen und die Portion sieht auf dem Teller noch nach etwas aus.
  • Das Mark im Knochen ist der eigentliche Preis. In Mailand liegt ein schmaler Löffel neben dem Teller, mit dem man es herausholt.
  • Gremolata nie mitkochen. Ihre Wirkung beruht auf flüchtigen Ölen aus der rohen Zitronenschale – gekocht bleibt nur eine Kräutermischung übrig.

Leckere Varianten

In bianco

Tomaten weglassen und mit mehr Weißwein und Fond schmoren. Die ältere Mailänder Fassung – Tomaten kamen erst im 19. Jahrhundert dazu.

Mit Risotto alla Milanese

Die klassische Kombination: Safranrisotto als Beilage statt Kartoffeln oder Polenta. Beide Rezepte stammen aus derselben Küche und sind aufeinander abgestimmt.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Was heißt Ossobuco?

Wörtlich „Knochen mit Loch“ – gemeint ist die Markhöhle in der Kalbsbeinscheibe. Das Mark gilt als das Beste am Gericht und wird traditionell mit einem schmalen Löffel herausgeholt.

Wie viele Kalorien hat Ossobuco?

Rund 655 kcal pro Portion, ohne Beilage. Die Beinscheibe ist trotz ihrer Größe recht mager – ein Großteil der Kalorien kommt aus Butter und Öl beim Anbraten.

Warum zerfällt mein Ossobuco?

Die Scheiben waren nicht umbunden oder haben gekocht statt geschmort. Nach zwei Stunden ist das Bindegewebe vollständig zu Gelatine geworden, und ohne Küchengarn fällt das Fleisch vom Knochen.

Kann ich Rinderbeinscheiben nehmen?

Ja, dann verlängert sich die Schmorzeit auf etwa drei Stunden, weil Rindfleisch mehr und festeres Bindegewebe hat. Der Geschmack wird kräftiger und weniger fein – ein gutes Gericht, aber kein Ossobuco alla Milanese.

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