
Königsberger Klopse
Zarte Hackbällchen in heller Kapernsauce mit einem Spritzer Zitrone, ostpreußischer Klassiker.
- Vorbereitung
- 25 Min.
- Koch-/Backzeit
- 30 Min.
- Gesamt
- 55 Min.
- Schwierigkeit
- Mittel
- Kalorien
- 611 kcal
- Portionen
- 4
- Vorbereiten
- 25 Min.
- Kochen & Backen
- 30 Min.
Feine Fleischklößchen, die sanft in Brühe ziehen und dann in einer cremig-hellen Sauce mit Kapern serviert werden. Die Säure von Kapern und Zitrone macht dieses Gericht so unverwechselbar. Ganz ohne Anbraten, die Klopse garen im Sud, der später zur Sauce wird. Dazu Salzkartoffeln und rote Bete.
Warum das funktioniert
Die Klopse dürfen nur ziehen, nicht kochen. Sprudelndes Wasser bewegt sie so stark, dass die noch weiche Eiweißstruktur zerreißt, bevor sie fest geworden ist – bei 80 bis 90 °C gerinnt sie in Ruhe und die Klopse bleiben ganz. Kapern und Zitrone kommen erst am Schluss dazu, weil ihre Säure die Sauce mit Sahne sonst ausflocken lässt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1
Klopse formen
Verknete das Hackfleisch mit Brötchen, Zwiebel, Ei, Sardellen, Senf und den Gewürzen kräftig, bis die Masse gut bindet. Form daraus mit feuchten Händen etwa 16 gleich große Klöße.
- 2
In Brühe garen
Bring die Brühe mit Lorbeer und Piment zum Kochen und reduzier dann die Hitze. Leg die Klopse ein und lass sie 12 bis 15 Minuten nur leise ziehen, denn in sprudelndem Wasser würden sie zerfallen. Heb sie heraus und gieß den Sud durch ein Sieb, du brauchst ihn gleich für die Sauce.
- 3
Mehlschwitze
Lass die Butter schmelzen, rühr das Mehl ein und schwitz es 2 Minuten hell an, ohne dass es Farbe nimmt. Gieß nach und nach 700 ml vom heißen Sud dazu und rühr dabei kräftig glatt, bis eine sämige Sauce entsteht.
- 4
Sauce vollenden
Rühr Sahne, Kapern und etwas Kapernlake ein und lass alles kurz köcheln. Zieh den Topf vom Herd, verrühr das Eigelb mit einem Löffel Sauce und zieh es unter, aber lass die Sauce jetzt auf keinen Fall mehr kochen, sonst gerinnt sie. Schmeck mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.
- 5
Servieren
Erwärm die Klopse sanft in der Sauce und richte sie mit Salzkartoffeln an. Ein Klecks rote Bete dazu, und der Klassiker ist perfekt.
Unsere besten Tipps
- Die Sardellen schmeckt man nicht heraus, sie geben nur eine feine herzhafte Tiefe. Wer mag, lässt sie weg.
- Nach dem Legieren mit Eigelb darf die Sauce nicht mehr kochen, sonst gerinnt sie.
- Die Kapernlake nicht wegschütten, sie bringt genau die richtige Säure.
Leckere Varianten
Mit Weißwein
Einen Schuss trockenen Weißwein in die Sauce geben, frischer und feiner.
Leichter
Sahne durch Milch ersetzen und nur mit Eigelb binden.
Was bleibt übrig?
Dieses Rezept braucht nur die Eigelbe. Das Eiweiß hält sich drei Tage im Kühlschrank und lässt sich einfrieren – wegwerfen muss es niemand.
Nährwerte
| Kalorien | 611 kcal |
|---|---|
| Eiweiß | 30 g |
| Kohlenhydrate | 19 g |
| – davon Zucker | 4 g |
| Fett | 45 g |
| Ballaststoffe | 2 g |
Woraus die 611 kcal kommen
je Portion
Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir
Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:
- Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
- Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
- Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
- Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.
Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.
Häufige Fragen
Warum zerfallen meine Klopse?
Die Brühe hat zu stark gekocht oder der Teig war zu locker. Der Sud soll nur leise simmern, und das eingeweichte Brötchen gut ausdrücken, damit die Masse bindet.
Kann ich sie ohne Sardellen machen?
Ja, klassisch sind sie sogar oft drin, aber optional. Ersatzweise einen Spritzer Worcestersauce für die herzhafte Note.
Was passt als Beilage?
Traditionell Salzkartoffeln und rote Bete. Reis funktioniert ebenfalls gut, weil er die reichliche Sauce aufnimmt.
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