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Christmas Pudding – fertig angerichtet und serviert

Christmas Pudding

Der britische Weihnachtspudding: dunkel, dicht, monatelang haltbar – und traditionell brennend serviert.

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Vorbereitung
40 Min.
Koch-/Backzeit
6 Std.
Gesamt
18 Std. 40 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
515 kcal
Portionen
10 Portionen
Vorbereiten
40 Min.
Kochen & Backen
6 Std.
Ruhen & Ziehen
12 Std.

Davon 6 Std. 40 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Der britische Weihnachtspudding: dunkel, dicht, monatelang haltbar – und traditionell brennend serviert. Er wird nicht gebacken, sondern stundenlang im Wasserbad gedämpft, wodurch er feucht bleibt statt eine Kruste zu bilden. Angesetzt wird er Wochen vor dem Fest, denn dieser Pudding wird mit der Zeit besser, nicht schlechter.

Warum das funktioniert

Dämpfen hält die Temperatur konstant bei 100 Grad, und das ist der Grund für die ganze Textur: Es wird nie heiß genug für eine Kruste oder für nennenswerte Bräunung, sodass der Pudding über Stunden gart, ohne außen fest zu werden. In dieser Zeit passiert etwas, wofür Backhitze zu schnell wäre – die Trockenfrüchte geben Zucker ab und nehmen Feuchtigkeit auf, bis Teig und Früchte denselben Wassergehalt haben. Genau deshalb hält sich der Pudding monatelang: Es gibt kein freies Wasser mehr, in dem sich etwas ansiedeln könnte, und der Alkohol senkt zusätzlich die Wasseraktivität. Dass er mit der Lagerzeit besser wird, ist keine Nostalgie, sondern langsame Veresterung – aus Säuren und Alkohol entstehen über Wochen fruchtige Aromastoffe, die frisch noch nicht da sind.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unsere besten Tipps

  • Traditionell kommt Rindernierenfett (suet) statt Butter in den Teig. Butter ist leichter zu bekommen und schmeckt vielen besser – der Pudding wird damit etwas weniger dicht, was kein Nachteil ist.
  • Zum Flambieren den Brandy in einer Kelle handwarm erwärmen, bevor er angezündet wird. Kalter Alkohol verdampft zu wenig und fängt kaum Feuer, kochend heißer verpufft zu schnell.
  • Der Pudding lässt sich schon im Oktober ansetzen. In Großbritannien ist der Sonntag vor dem ersten Advent traditionell der Backtag – „Stir-up Sunday“, an dem jedes Familienmitglied einmal umrührt und sich etwas wünscht.

Leckere Varianten

Alkoholfrei

Rum und Brandy durch Apfelsaft mit einem Esslöffel Apfelessig ersetzen. Der Pudding hält dann allerdings nur etwa zwei Wochen, weil der Alkohol als Konservierung fehlt – dafür lässt er sich einfrieren.

Kleine Puddings

Auf sechs Tassen von je 250 ml verteilen und nur zwei Stunden dämpfen. Praktisch zum Verschenken und deutlich schneller.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien hat ein Stück Christmas Pudding?

Rund 515 kcal pro Portion bei zehn Portionen. Das ist viel, hat aber einen Grund: Trockenfrüchte sind konzentrierter Zucker, und dazu kommen Butter und Mandeln. Traditionell wird er in dünnen Scheiben serviert, nicht als Kuchenstück.

Wie lange hält sich Christmas Pudding?

Kühl und dunkel gelagert mindestens zwei Monate, mit regelmäßigem Rum-Nachguss auch ein Jahr. Der hohe Zucker- und Alkoholgehalt bindet das freie Wasser so weit, dass sich nichts ansiedeln kann.

Kann ich ihn ohne Puddingform machen?

Ja. Eine hitzefeste Schüssel oder mehrere weithalsige Einmachgläser funktionieren, solange sie sich dicht abdecken lassen. Wichtig ist der Untersetzer im Topf, damit das Gefäß nicht direkt auf dem Boden steht.

Warum wird er zweimal gedämpft?

Der erste Durchgang gart ihn, der zweite erwärmt ihn zum Servieren und macht ihn wieder saftig. Zwischen beiden liegen die Wochen, in denen er reift – das ist der eigentliche Zweck der Konstruktion.

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