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Zwetschgendatschi – fertig angerichtet und serviert

Zwetschgendatschi

Bayerischer Blechkuchen aus Hefeteig, dicht an dicht mit Zwetschgen belegt – das Gebäck, das den Spätsommer beendet.

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Vorbereitung
35 Min.
Koch-/Backzeit
40 Min.
Gesamt
2 Std. 30 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
269 kcal
Portionen
12 Stücke
Vorbereiten
35 Min.
Kochen & Backen
40 Min.
Ruhen & Ziehen
1 Std. 15 Min.

Davon 1 Std. 15 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Bayerischer Blechkuchen aus Hefeteig, dicht an dicht mit Zwetschgen belegt – das Gebäck, das den Spätsommer beendet. Entscheidend ist, dass die Zwetschgen aufrecht und eng stehen: So geben sie ihren Saft nach oben ab statt in den Teig, und der Boden bleibt trotz der Fruchtmenge fest. Zwetschgen sind keine Pflaumen, und für dieses Rezept ist der Unterschied der ganze Punkt.

Warum das funktioniert

Zwetschgen haben deutlich weniger Wasser und mehr Pektin als runde Pflaumen, und ihr Fruchtfleisch löst sich vom Stein, statt daran zu haften – beides ist der Grund, warum nur sie funktionieren. Der zweite Grund liegt in der Anordnung: Stellt man die Viertel aufrecht und dicht an dicht, versiegelt die Schale nach unten und der austretende Saft verdampft nach oben, wo er einkocht und glänzt. Liegen sie dagegen flach mit der Schnittfläche nach oben, läuft derselbe Saft direkt in den Hefeteig und weicht ihn auf. Der Hefeteig selbst ist bewusst mager gehalten: Ein fetter, süßer Teig würde unter der Fruchtsäure schwer und speckig, ein schlanker bleibt luftig und trägt die Menge.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 190 °Coder Umluft 170 °C

Unsere besten Tipps

  • Der Zucker kommt erst nach dem Backen auf die Früchte. Vorher gestreut zieht er Wasser aus den Zwetschgen und schwemmt den Teig, was genau das Gegenteil dessen bewirkt, was man will.
  • Zu wenig Früchte ist der häufigste Fehler. Anderthalb Kilo auf ein Blech klingt nach viel und ist die richtige Menge – im Ofen fällt der Belag um etwa ein Drittel zusammen.
  • Am zweiten Tag schmeckt er besser als am ersten, weil der Saft in die Bröselschicht gezogen ist. Kühl lagern, aber vor dem Essen auf Zimmertemperatur bringen.

Leckere Varianten

Mit Streuseln

150 g Mehl, 100 g Butter und 80 g Zucker zu Streuseln verkneten und über die Zwetschgen geben. In Franken die Regel, in Altbayern beinahe Ketzerei – gut ist beides.

Mit Mandeln

50 g gehobelte Mandeln in den letzten zehn Minuten über den Kuchen streuen. Sie werden knusprig und geben dem sehr fruchtigen Belag eine zweite Textur.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien hat ein Stück Zwetschgendatschi?

Etwa 270 kcal pro Stück bei zwölf Stücken vom Blech. Der Löwenanteil kommt aus dem Hefeteig und dem Zucker, die Zwetschgen selbst tragen nur rund 60 kcal bei.

Kann ich Pflaumen statt Zwetschgen nehmen?

Möglich, aber das Ergebnis ist ein anderes. Pflaumen sind runder, wasserreicher und lösen sich schlechter vom Stein – der Kuchen wird deutlich saftiger und der Boden weicher. Wenn es sein muss, die Menge um ein Fünftel reduzieren und die Bröselschicht verdoppeln.

Warum wird mein Boden matschig?

Drei mögliche Gründe: Die Zwetschgen lagen flach statt aufrecht, die Semmelbrösel fehlten, oder der Zucker kam vor dem Backen auf die Früchte. Alle drei führen dazu, dass der Saft nach unten läuft statt nach oben zu verdampfen.

Kann ich den Datschi einfrieren?

Ja, in Stücken und gut verpackt bis zu drei Monate. Zum Auftauen bei 150 °C etwa zehn Minuten in den Ofen geben, dann ist der Boden wieder fest. In der Mikrowelle wird er weich.

Wann haben Zwetschgen Saison?

Von Ende Juli bis Anfang Oktober, mit dem besten Zeitpunkt Ende August bis Mitte September. Erst dann haben sie genug Zucker und lassen sich sauber vom Stein lösen.

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