Zum Inhalt springen
Foxaru
Pastéis de Nata – fertig angerichtet und serviert

Pastéis de Nata

Portugiesische Puddingtörtchen mit Blätterteig – und dem Ofen so heiß, wie er nur geht.

Noch keine Bewertungen
Vorbereitung
35 Min.
Koch-/Backzeit
15 Min.
Gesamt
1 Std. 50 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien
205 kcal
Portionen
12 Stück
Vorbereiten
35 Min.
Kochen & Backen
15 Min.
Ruhen & Ziehen
1 Std.

Davon 50 Min. aktiv am Herd – der Rest läuft von allein.

Portugiesische Puddingtörtchen mit Blätterteig – und dem Ofen so heiß, wie er nur geht. Die schwarzen Blasen auf der Oberfläche sind kein Missgeschick, sondern das Erkennungszeichen: Sie entstehen nur bei über 250 Grad, wenn der Zucker in der Creme punktuell karamellisiert, bevor der Pudding stockt. Ein Haushaltsofen schafft das gerade so.

Warum das funktioniert

Die charakteristischen schwarzen Blasen sind das Ergebnis eines Wettlaufs zwischen zwei Vorgängen. Die Eiercreme stockt bei etwa 80 Grad; der Zucker darin karamellisiert erst ab 160 Grad. Bei moderater Ofenhitze gewinnt das Stocken, die Creme wird fest und bleibt blassgelb. Erst bei über 250 Grad ist die Oberfläche schnell genug so heiß, dass punktuell Karamellisierung einsetzt, bevor die Creme durchgestockt ist – daraus werden die dunklen Flecken. Deshalb ist die Ofentemperatur hier keine Empfehlung, sondern die Bedingung: Unter 240 Grad bekommt man ein gutes Puddingtörtchen, aber kein Pastel de Nata. Der zweite Baustein ist der aufgerollte Blätterteig: Die Spirale steht senkrecht in der Form, und die Schichten blättern beim Backen nach außen auf, wodurch die typische muschelförmige Hülle entsteht – flach ausgelegter Teig kann das nicht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ober-/Unterhitze · 260 °Coder Umluft 240 °C

Unsere besten Tipps

  • Der Ofen muss auf Anschlag. Unter 240 Grad stockt die Creme, bevor sie karamellisieren kann, und die schwarzen Blasen bleiben aus.
  • Pastéis de Nata sind Tagesgebäck. Nach ein paar Stunden zieht Feuchtigkeit aus der Creme in den Teig und die Hülle wird weich – deshalb stehen in Lissabon immer nur kleine Chargen im Regal.
  • Der Sirup muss abgekühlt sein, bevor er zu den Eigelben kommt. Heißer Zuckersirup gart sie sofort und die Creme wird körnig.

Leckere Varianten

Mit Vanille statt Zimt

Zitronenschale und Zimtstange durch eine ausgekratzte Vanilleschote ersetzen. Nicht klassisch, aber in portugiesischen Cafés durchaus verbreitet.

Mit Oberhitze abschließen

Wenn der Ofen die 250 Grad nicht schafft: die letzten drei Minuten unter dem Grill fertigbacken. Kommt den Blasen am nächsten.

Was bleibt übrig?

Dieses Rezept braucht nur die Eigelbe. Das Eiweiß hält sich drei Tage im Kühlschrank und lässt sich einfrieren – wegwerfen muss es niemand.

Nährwerte

Aus den Zutaten berechnet – so rechnen wir

Wir addieren die Referenzwerte aller Zutaten und teilen durch die Portionszahl. Diese Annahmen stecken darin:

  • Referenzwerte je 100 g – für die rohe Zutat, so wie sie in der Liste steht.
  • Dosenware zählt mit Abtropfgewicht, Fleisch am Knochen mit Einkaufsgewicht: Von einem Hähnchenschenkel isst man rund 70 Prozent, den Rest lässt man liegen.
  • Beim Kochen verdampft Wasser. Die Energie bleibt im Topf, das Gewicht nicht – die Angabe gilt deshalb pro Portion, nicht pro 100 g fertiges Gericht.
  • Was ohne Menge dasteht – „Salz und Pfeffer“ –, zählt nicht mit.

Ein Richtwert, keine Laborangabe: Zwei Zwiebeln wiegen nicht gleich viel, und der Fettgehalt schwankt von Packung zu Packung.

Wie wir Nährwerte rechnen →

Häufige Fragen

Warum bekommen meine Pastéis keine schwarzen Flecken?

Der Ofen war zu kühl. Die Creme stockt bei 80 Grad, der Zucker karamellisiert erst ab 160 – nur bei über 250 Grad Oberhitze gewinnt die Karamellisierung das Rennen. Notfalls die letzten Minuten unter dem Grill.

Wie viele Kalorien hat ein Pastel de Nata?

Rund 205 kcal pro Stück bei zwölf Stück. Blätterteig und Zucker machen den Großteil aus – die Törtchen sind klein, und das ist Teil des Konzepts.

Kann ich sie vorbereiten?

Die Creme ja, einen Tag im Kühlschrank. Die gebackenen Törtchen dagegen nicht: Nach wenigen Stunden zieht Feuchtigkeit in den Teig und die Hülle verliert ihre Knusprigkeit.

Brauche ich eine spezielle Form?

Nein, eine Muffinform funktioniert. In Portugal werden flachere, konische Förmchen verwendet, die eine dünnere Hülle ergeben – der Unterschied ist erkennbar, aber klein.

Kommentare & Bewertungen(0)

Melde dich an, um dieses Rezept zu bewerten und zu kommentieren.

    Das könnte dir auch schmecken